Palheiro Estate

 
 
 
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Palheiro Gardens

Garten Rundgang

Vom Tor aus gehen Sie den mit Pappeln und riesigen Kamelienbäumen gesäumten Hauptweg entlang. Links vom Weg befindet sich eine Ansammlung von Mimosen-Acacia – die im Frühling in voller Blüte stehen, während ein Teppich von Agapanthus, Arumlilien und Belladonnalilien den Boden bedeckt.

Links vom Parkplatz stehen Eukalyptus Ficifolia, Paulownia Tomentosa aus China und verschiedene Magnolien, und rechts eine riesige Metrocideros Rustica. Um das Haus herum (es ist nicht offen für Besucher und auch nicht dieser Teil des Gartens) stehen verschiedene Araukarien, Palmen, Magnolien Grandiflora und ein schöner alter “Tulpenbaum”, Liriodendron Tulipifera aus Nordamerika, welcher im Herbst gelblich gefärbtes Laub trägt. Gleich danaben steht eine enorme Sequoia sempervirens, der Rotholzbaum aus Kalifornien. Weiter geht es einen schmalen Pfad entlang, eingerahmt von Hecken und einer dichten Pflanzung von Cryptomaria Japonica, um dann geht es rechts über eine Brücke in den Hauptteil des Gartens.

Zur Linken des Hauptweges ist der versunkene Garten, welcher in einer Fülle von Farben blüht mit so exotischen Namen wie Gazanias und Lampranthus, während Freesien, Ixias, Nerinen und Tritonias sich frei versamen. In den benachbarten Steingärten tummeln sich Agaven, Aloen, Dieramen, Aristen und verschiedene Arten von Zwiebelgewächsen. Schauen Sie aus nach dem “Grassbaum”, welcher in Australien beheimatet ist und im Laufe der Jahre einen enorm dicken und feuerfesten Stamm entwickelt. Nicht nur, dass diese Bäume einige hundert Jahre alt werden können, auch der Artenname hat es in sich, “Xanthorrhoea”. Unterhalb der Magnolien, und am Ende des Gartens, wachsen verschiedene Banksias, die australischen Verwandten der Proteas, welche tönnchenartige Blütentrauben bilden, die allen Nektar suchenden Insekten reichlich Nahrung geben. Ganz in der Nähe stehen seltene Exemplare der Kamelie C-Granthamiana aus Hong Kong.

Auf dem Rasenplatz rechts vom Hauptweg steht eine Atlas Zeder von imposanter Grösse, die aufgrund ihrer silbrigblauen Nadeln als Cedrus Atlantica Varglauca bekannt ist. Ganz in der Nähe am Rand wächst eine seltene Sauraja Sub-spinosa, ein burmesischer Baum mit sehr hübschen Blättern und zartrosa Blüten mit rotem Blütenstempel, welche dann zu appetitlichen Beeren reifen. Über den grossen Rasen erreicht man die St. Johannes Kapelle, welche vom ersten Grafen gebaut wurde. Ein typischer Barockbau mit einer einfachen aber hübschen Innenausschmückung.

Bevor Sie entlang des langen Randbeetes zum “Jardim da Senhora” kommen, gehen Sie in nördlicher Richtung zu der Kapelle, wo sich ein Feld mit Proteas und Artverwandten befindet. Zu dieser Gruppe gehört auch der herrliche Waratah, Telopea speciosissima, das Wahrzeichen von Neusüdwales, Australien.

Auf dem Rückweg zum langen Randbeet und an den Kamelien vorbei, kommt man zu einem typischen Randbeet mit Sträuchern wie Delphinium, Tageslilien, aber auch Daturas mit ihren grossen weissen, orangefarbenen, gelben oder bernsteinfarbenen Trompetenblüten, Blutlilien (Sprekelia) und der wunderschönen Alberta Magna aus Südafrika. Der “Jardim da Senhora”, oder der “Garten der Dame”, ist formaler angelegt mit sauber angelegten schachtelartigen Beeten, obwohl man bei dem Inselklima, wo alles sehr schnell wächst, nicht zu formal anlegen kann. Versäumen Sie nicht sich die Cantua Buxifolia, Lagerstroemias und Clianthus und Banksias anzusehen und bewundern Sie ein selten schönes Exemplar einer Araucaria angustifolia, den Kandelaberbaum aus Brasilien, ein König unter den Pflanzen in diesem Garten. Auch sehenswert ist der Hymenosporum Flavum, der australische Jasminbaum.

In diesem wunderschönen Teil des Gartens liegt auch das alte Herrenhaus, 1804 vom Grafen erbaut, und Casa Velha genannt. Es fallen sofort eine Reihe von Teichen mit reich ornamentierten Einfassungen auf, in welchen sich dutzende von Fröschen tummeln, die sich dann von Fischreihern, Besuchern aus Westafrika und Südportugal, verspeisen lassen müssen. Verschiedene feine Koniferen, Eukalyptus und Magnolienbäume um das alte Haus herum fallen ins Auge, aber im Frühsommer wird dieser Teil von einem riesigen Metrocideros excelsa beherrscht, mit blutroten, nadelkissenartigen Blüten, um den die fleissigen Bienen herumschwirren. Diese wunderschönen Bäume sind in Neuseeland beheimatet. Das alte Haus ist jetzt vollkommmen renoviert und zu einem 5-Sterne Hotel im Landhausstil, dem Estalagem Casa Velha do Palheiro, hergerichtet worden.

Am Haus des Grafen vorbei und über die Rasenflächen, oder entlang verschiedener Pfade, kommt man zum unteren Teil des Hauptgartens. Von hier führt ein Pfad zum “Ribeiro do Inferno”! An einer terrassierten Pflanzung von Kamelien vorbei erreicht man einen dunklen und feuchten Winkel, in welchem die märchenhafte Farnbäume (Dicksonia und Cyathea spp) kühl und majestätisch prächtig gedeihen. Wir möchten hier alle diejenigen vor diesem Pfad warnen, die nicht so sicher zu Fuss sind und, besonders nach Regen, sich bitte nicht zu weit vorzuwagen. Beim Verlassen des Gartens durch die Kamelienallee trifft man unterhalb des Hauses auf eine Proteapflanzung, Leucodendrum und Leucosperum einschliesslich der Königsprotea Protea Cynaroides, die wie eine riesige Artischocke aussieht.

Wir möchten nicht versäumen darauf hinzuweisen, dass viele dieser Pflanzen selten sind, und kaum noch in Gärten oder im freien Land anzutreffen sind. Es ist den Palheiro Gärten vorbehalten, bei der Erhaltung der Pflanzenarten für unsere und nachfolgende Generationen eine wichtige Rolle zu spielen.